Was macht Jesus in dem Brot?

 

 

Wird Jesus in Brot und Wein verzaubert? Warum machen manche Fußballspieler ein Kreuzzeichen, bevor das Spiel beginnt? Welche Salbe nimmt man bei der Krankensalbung? Wo sind die Toten? Was ist der Heilige Geist? Auf diese und viele andere Fragen antworten 21 bekannte Theologinnen und Theologen: pfiffig illustriert, unterhaltsam geschrieben und mit vielen schlauen Erklärungen für neugierige Kinder und ihre Eltern.

Pressestimmen zu den Vorgängerbänden:

„Die Autoren sind kein bisschen belehrend oder besserwisserisch, sondern laden in einer einfachen und gut verständlichen Sprache zum Nach- und Weiterdenken ein.“

Südwest Presse

„Ein gutes Buch, das vor Plattheiten schützt.“

Markus Leitschuh, Anzeiger für die Seelsorge

Einführung in die Geschichte des Christentums: Durchgehend zweifarbig. Mit Quellen, Karten und Abbildungen

 

 

Diese »Einführung in die Geschichte des Christentums« benutzt gegenüber chronologischen Darstellungen ein neues Konzept: In drei zentralen Themenblöcken werden kirchenhistorische Entwicklungen in ihrer regionalen Vielfalt behandelt. Ausgehend von Zeiten und Räumen (Ausbreitungsgeschichte) gelangt das Verhältnis von Kirche und Welt/Staat im Lauf der Zeiten in den Blick, schließlich wird die innere Entwicklung des Christentums (kirchliche Ämter, Lehrentwicklung und Konzilien, Mönchtum und Orden) skizziert. Ein spannender Entwurf, der Bekanntes und Unbekanntes in neuem Licht erscheinen lässt.

Digitale Rationalität und das Ende des kommunikativen Handelns

 

 

Das Internet manifestiert sich heute nicht als ein öffentlicher Raum, als ein Raum des gemeinsamen, kommunikativen Handelns. Es zerfällt vielmehr zu Privat- und Ausstellungsräumen des Ich. Der Digital Turn stellt Habermas Theorie des kommunikativen Handelns radikal in Frage. Auf Blogs und in den sozialen Medien findet kein Diskurs statt, sie bilden keine Öffentlichkeit, ja, sie verhindern gar die Bildung einer Gemeinschaft im emphatischen Sinne. Byung-Chul Han setzt mit Digitale Rationalität und das Ende des kommunikativen Handelns genau an dieser Schnittstelle zwischen Öffentlichkeit und Subjektivität, zwischen Gemeinschaft und Meinung an und liefert eine Deutung der gesellschaftlichen Veränderungen, die gleichermaßen überraschend wie bezwingend ist: Er bleibt nicht bei einer bloßen Beschreibung der Umstände, sondern öffnet einen Blick auf die Möglichkeiten und Chancen, die in dieser Entwicklung liegen, die Möglichkeiten zu einer tiefgreifenden Umwälzung. Der Zerfall des öffentlichen Raumes wird als Krise der Demokratie interpretiert. Würde dieser Zerfall aber nicht einfach eine ganz andere Form der Demokratie erforderlich machen, die ohne Öffentlichkeit, ohne kommunikatives Handeln, ohne Wir auskäme? Wäre nicht eine Schwarmdemokratie denkbar, die die bisherige Form der Demokratie, nämlich die repräsentative Demokratie, radikal revidieren und erneuern würde und auch über die gewöhnliche direkte Demokratie hinauswiese?

Agonie des Eros

 

 

Der Eros gilt dem »Anderen« im emphatischen Sinne, der sich ins Regime des Ich nicht einholen lässt. In der Hölle des Gleichen, der die heutige Gesellschaft immer mehr ähnelt, gibt es daher keine »erotische Erfahrung«. Sie setzt die Transzendenz, die radikale Singularität des Anderen voraus. Der heutige Terror der Immanenz, der alles zum Gegenstand der Konsumtion macht, zerstört das erotische »Begehren«. Nicht zufällig heißt Sokrates als Geliebter »atopos«. Der Andere, den ich begehre und der mich fasziniert, ist ortlos. Er entzieht sich der Sprache des Gleichen. Es ist ein Kennzeichen der immer narzisstischer werdenden Gesellschaft von heute, dass der »Andere« verschwindet – fatalerweise unbemerkt. Die Müdigkeitsgesellschaft, in der man erschöpft von sich selbst ist, ohne sich zum »Anderen« hin befreien zu können, ist eine Gesellschaft ohne Eros.